Mit den unter den Web Services zusammengefassten Techniken und Verfahren möchte eine Vereinigung führender IT-Firmen einen Standard schaffen, der die Kommunikation von Applikationen stark vereinfachen soll. Vertreten sind unter anderem so bekannte Namen wie Hewlett-Packard, IBM, Microsoft oder SAP.
Ziel der Web Services ist, dass sich Applikationen selbständig mit anderen Anwendungen verbinden können um Informationen auszutauschen. Die Schnittstellen werden vom verwendeten Back-Office getrennt. Es ist somit egal, ob es sich dabei um eine Web-Applikation oder ein Legacy-System handelt. Existierende Programmteile lassen sich durch Web Services wieder verwenden. Anstatt komplexe Programme neu zu entwickeln, können die nötigen Verbindungen durch die Web Services geschaffen werden.
Es handelt sich dabei um einen Standard, der bereits bestehende und ausgereifte Protokolle zur Kommunikation benutzt. Mit Web Services können auch Applikationen, die noch nicht selbst onlinefähig sind an das Internet angeschlossen werden. Somit müssen nicht alle alten Anwendungen ersetzt werden. Tauscht ein Anbieter von Informationen sein Back-Office System bleibt bei der Kommunikation über die Web Services alles beim alten.
In der IT Branche werden die Web Services als Waffe für eine Verbesserung des Return of Investment gehandelt. Durch die standardisierten Schnittstellen können die Integrationskosten stark reduziert werden. Web Services bieten nicht nur Vorteile in der Kommunikation verschiedener Firmen, sondern eignen sich auch um die Informationsverteilung innerhalb einer Firma zu vereinfachen. Da es noch offene Fragen beim Einsatz der Web Services gibt, wie Sicherheit und Authentifizierung, wird derzeit noch verstärkt auf Intranet Projekte gesetzt. Diese laufen in einer besser kontrollierbaren Umgebung ab und lassen sich schneller amortisieren. Laut einer Umfrage von SWR Worldwide unter 353 IT-Leitern erwarten die IT-Manager bereits in diesem Jahr einen Return of Investment ihrer internen Web Services Projekte.